Peloponnes-Satellitenfoto: NASA Blue Marble

Peloponnes

 
Wie heißt es denn nun wirklich: der Peloponnes oder die Peloponnes?  

Es ist ein alter Streit - heißt es nun der Peloponnes oder die Peloponnes? Besonders kluge Leute meinen, immer wieder darauf hinweisen zu müssen, dass es im Griechischen ja Peloponnissos heißt - das heißt "Insel des Pelops" und das griechische Wort nissos - sei nun eben mal weiblich. Allerdings gibt es noch ein zweites Wort für Insel - to nissi, und das ist sächlich. Ginge also gar auch das Peloponnes? Na, wir wollen es nicht übertreiben... Recht haben die Akademiker, insbesondere die Altphilologen unter ihnen, wenn sie auf die Peloponnes pochen. Sollen sie ruhig. Gebräuchlich ist aber mindestens seit vor nunmehr über 100 Jahren erstmalig der "Große Brockhaus" erschienen ist, auch die maskuline Bezeichnung der Peloponnes: Dort heißt es nämlich:
"Peloponnes
der, fachsprachlich die (griechisch Peloponnesos), südliche Halbinsel Griechenlands, durch den Isthmus von Korinth (1881-93 ...)" usw.
Na also, sind unsere Großeltern schon mit "dem" Peloponnes aufgewachsen, müssen wir uns heute nicht unbedingt "die" Peloponnes einreden lassen. Es sei denn, wir wollen uns mal besonders gelehrt ausdrücken...
Übrigens: Arkadien und Lakonien sind im Griechischen auch weiblich, aber niemand hat bisher "die Arkadien" oder "die Lakonien" eingefordert... die Argolis ist "ganz normal" weiblich, und da hat man sich bei der Übersetzung mal ausnahmsweise an das Original gehalten.
Weiterhin viel Spaß bei www.argolis.de
wünscht Wilfried Jakisch




Peloponnes - das ist Griechenland im Konzentrat. Hier gibt es fast alles, was Griechenland so zu bieten hat: Antike, Sonne und Meer sowieso, moderne Städte, rustikale Dörfer, Strände aller Art, schneebedeckte Berge, romantische Höhlen, reißende Flüsse, tiefe Wälder und kristallklare Seen. Natürlich nicht zu vergessen: gastfreundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen, die jeden Fremden mit Herzlichkeit aufnehmen. Ohne den Kretern, Mykonoten, Naxioten, allen Festlandgriechen und anderen zu nahe treten zu wollen: Der Peloponnes ist vom Erlebnisgehalt und vor allem von der Dichte der Sehenswürdigkeiten her die schönste Landschaft Griechenlands. Seit 1893 ist der Peloponnes de facto eine Insel, wenngleich er durch eine künstliche Wasserstraße, den reichlich 6 km langen Korinth-Kanal, vom Festland getrennt wurde und demzufolge rein wissenschaftlich immer noch als Halbinsel klassifiziert wird. Aber die alten Griechen nannten ihn damals einfach schon mal "Insel".