MYKENE - wo einst Schliemann grub

Ca. 10 km nordöstlich von Argos, ganzjährig geöffnet

Mittlerweile auch recht gut rollstuhlgeeignet. Löwentor ist mit dem Rollstuhl passierbar, weiter oben kräftige Hilfe erforderlich. Neues Museum sehr gut erschlossen.

Von Assini ca. 30 km entfernt. Von Nafplio aus fahren täglich drei bis viermal Busse nach Mykene. Man kann aber auch eine reizvolle Wanderung unternehmen, vorzugsweise im Winter oder Frühling.

Eintrittskarten gelten für das Areal des ehemaligen Palastes, für das Museum und für das sog. "Schatzhaus des Atreus" - ein mächtiges Kuppelgrab.

Empfehlungen: Nicht bei all zu großer Hitze besuchen; es gibt keinerlei Schatten. Rutschfestes Schuhwerk tragen! Am besten vor 10 Uhr besuchen, bevor dutzende Busse ihre touristische Ladung abkippen.

Also, über diese Steine (oben) kam weiland Agamemnon durch das Löwentor geritten. Stolz wollte er seiner Gemahlin Klytemnestra verkünden, dass er Troja besiegt hatte. Natürlich ahnte er nicht, dass sich Klytemnestra längst über die längere Abwesenheit des Gatten hinweg getröstet hatte. Schließlich war er ganze 10 Jahre weg. Und während er sich also im Bad ein wenig frisch machte, ließ ihn Klytemnestra dortselbst umbringen. Eine andere Version berichtet, sie habe es selbst getan. Rauhe Sitten. Heute geht es in Mykene friedlicher zu. Ganze Heerscharen von Touristen wälzen sich über die alten Steine, haben sie im Laufe der Zeit schön glatt geschliffen, so dass man unbedingt rutschfeste Schuhe mit Gummisohle tragen sollte. Einige Wege wurden in jüngster Zeit neu betoniert.

Es ist schon gigantisch, die Zyklopenmauern von Mykene zu sehen. Wenn man sich vorstellt, dass diese Steine mit primitivsten Werkzeugen behauen wurden und anschließend haargenau aufeinander passten. Welcher Handwerker hat heute noch die Zeit dazu? Überaus eindrucksvoll auch die mykenischen Kuppelgräber (Bild unten). Wenigstens bekam Agamemnon dann ein solches. Schwacher Trost. Links unten ein Blick auf das sogenannte Gräberrund A, das Heinrich Schliemann ausgrub, sehr zum Leidwesen heutiger Archäologen, die von Schliemanns Grabungskünsten nicht sonderlich begeistert sind. Ihm ging es wohl vorwiegend um die Goldschätze und nicht so sehr um die wissenschaftliche Aufarbeitung insgesamt.


Die Ergebnisse von Schliemanns Grabung in Mykene
sind mehrheitlich im Nationalmusuem Athen ausgestellt.
Im neuen Museum von Mykene sind Kopien davon zu
sehen. Im Bild unten: einige wunderschöne Schmuck-
stücke aus "Importmaterialien" wie Bernstein, Elfenbein
und Porzellan.

Das Museum von Mykene ist erst seit 2004 geöffnet.
Es ist sehr schön gestaltet und kann auch mit Rollstuhl
besucht werden.
 
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