| Ostern in Griechenland | Griechische Ostern 2011 22. April bis 25. April |
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| Im
allgemeinen ist das griechische Osterfest eine Woche nach dem
deutschen. 2007 fielen das orthodoxe und das römisch-katholische
Osterfest wie schon 2001 und 2004 zusammen. 2002 war das griechische,
wie auch 2005, sogar erst fünf Wochen später. So auch 2008. 2009 war es
wieder eine Woche später. 2010 und 2011 fallen die Feiertage zusammen,
was zwei Jahre hintereinander recht selten ist. Die Erklärung dafür ist
nicht ganz einfach und auch nicht nur mit der Differenz zwischen dem
Julianischem und dem Gregorianischen Kalender zu begründen. Eine
wissenschaftliche Begründung findet sich auf dieser Seite. Nafplio ist berühmt für sein farbenprächtiges Osterfest. Mit Traditionsbewusstsein und Lebensfreude begehen die Griechen hier ihren höchsten Feiertag. Karfreitag: Die Stadt ist voller festlich gestimmter Menschen, die Kirchen sind überfüllt. |
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| Die Kirchgemeinden wetteifern um den schönsten blumengeschmückten Epitaph, den Leib Christi symbolisierend, der durch die Straßen der Stadt getragen wird. | ![]() |
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Voller Inbrunst singt dazu der Chor. Fast alle Menschen tragen brennende Kerzen. Wichtig ist es, das Feuer der Kerze bis nach Hause zu bringen. | |||||||
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| Trennung zwischen Kirche und Staat hat in Griechenland nie stattgefunden. Für die Soldaten der Garnison Nafplio ist es daher eine besondere Ehre, den Epitaph einer der Kirchgemeinden tragen zu dürfen. | ||||||||
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| Der
Karfreitagabend geht eher still aus, die meisten Tavernen schließen
zeitig, Fleischgerichte sind verpönt. Fisch ist auch nicht unbedingt
erlaubt, besonderer Beliebtheit erfreut sich daher der Oktopus. (rechts
im Bild - das sind keine Perückenlocken!) Der Tag endet in stiller Einkehr, nur wenige Griechen besuchen Tavernen. |
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| Am Ostersamstagabend finden sich Tausende auf dem zentralen Platz ein, wo die große Mitternachtsmesse abgehalten wird. Der vortragende Pope hat meist Mühe, den alles entscheidenden Satz „O Christos anésti“ – „Christus ist auferstanden“ erstens pünktlich um Mitternacht zu singen und zweitens ihn überhaupt noch hörbar auszubringen, weil es die Gäste der Zeremonie nicht abwarten können, endlich die beliebten Knallkörper auf den Syntagma-Platz zu schmeißen. Meiden Sie also das Innere des Platzes, sonst sprengt man Ihnen unweigerlich die Hosenbeine weg! Danach hebt des große Feiern an, die Tavernen sind übervoll, und es wird zwei Tage lang geschlemmt. | ||||||||
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Am
Ostersonntag hält die Knallerei an, während in den Vorgärten die Lämmer
und das Kokoretsi am Spieß ihre horizontalen Pirouetten drehen. Bei den
individuellen Grillkonstruktionen haben sich besonders aufgeschnittene
und dann längs wieder zusammengeschweißte Fässer bewährt. Auf dem einen
Grill brutzelt das Lamm, auf dem anderen das Kokoretsi, eine
Spezialität aus den Innereien. Diese werden aufgespießt, kräftig
gewürzt, mit einer fetten Bauchhaut und den Därmen des Lammes
umwickelt. Nach jüngsten EU-Festlegungen soll dies wegen BSE-Gefahr
nicht mehr in griechischen Restaurants angeboten werden. Es wird die
Griechen jedoch nicht daran hindern, ihre heißgeliebte Delikatesse
weiter selbst anzufertigen und mit einem kräftigen Schluck Retsina zu
verspeisen. Und die meisten Tavernen pfeifen ohnehin auf Brüssel...
Kali orexi! Guten Appetit! Zurück zur Argolis-Startseite |
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