... ist eine der schönsten antiken Stätten. Vor allem deshalb, weil es wie kaum ein anderer Platz so unmittelbar Antike vermittelt. Man kann regelrecht durch die antike Stadt flanieren, sich Häuser und Geschäfte vorstellen, durch das antike Bad spazieren. Korinth war zu antiken Zeiten neben Athen und Sparta eine der drei großen Städte Griechenlands...bis es die Römer 146 v. u. Z. zerstörten. Julius Cäsar ließ es rund 100 Jahre später wieder aufbauen. Nicht verwunderlich also, dass die meisten alten Steine römisch sind. Doch wen kümmerts...
Links im Bild die "Hauptstraße" von Korinth, die zum antiken Hafen Lechaion führte. Im Hintergrund der gewaltige Burgberg Akrokorinth, der es den Feinden so schwer machte, Korinth zu besiegen, denn dort hin zogen sich die Einwohner beim Anrücken feindlicher Truppen zurück. Und das war bekanntlich in der Antike oft der Fall.
Das römische Bad
Und was Perser, Athener, Türken und andere Feinde nicht geschafft haben, erledigten zwei schlimme Erdbeben 1858 und 1928. Die Stadt wurde zerstört und endgültig aufgegeben, und seine Bewohner siedelten auf dem tiefer gelegenen Schwemmland, das mehr Schutz vor Beben bot.
Korinth war von der Steinzeit bis ins 19. Jahrhundert ständig besiedelt, was nimmt es Wunder, dass es schwer fällt, die alten Steine immer exakt auseinander zu halten.
Das Museum von Korinth bietet eine ganze Reihe kostbarer Schätze. Keine riesigen Säulen und Skulpturen, sondern viele Tongefäße, Kleinplastiken, Mosaiken und besonders schöne Glasgefäße. Berühmt ist das Mosaik links mit einer Hirtenszene, aber auch das wunderschöne geometrisch ausgefeilte Mosaik mit dem Dionysos-Kopf im Zentrum zieht durch seine Präzision die Besucher magisch an.
Eine Sensation ist dieser Fund (links) - sozusagen eine antike Fischkonserve. Das Gefäß enthält Fisch, den es nur im Atlantik gab. Das heißt, die Korinther haben schon vor 2500 Jahren Fisch importiert.
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Absolut skuril dieses Bauwerk links im Bild. Es wurde sozusagen aus dem Ganzen gehauen. Dahinter sieht man den Burgberg von Akrokorinth, auf den sich die Bewohner bei nahender Gefahr zurückzogen. Und das war in der Antike bekanntlich of der Fall. Für den Besuch der eindrucksvollen Festung empfiehlt sich ein nicht allzu heißer Tag mit wenig Wind. Und auch das (links) ist ein Stück Korinth: der antike Hafen Kegchreon, einer der beiden Häfen Korinths, liegt am Saronischen Golf nahe dem Ort Loutra Elenis.

Das antike Korinth